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Italienisch gehört zur romanischen Sprachengruppe, italischer Sprachenzweig, indoeuropäische Sprachenfamilie, indouralischer Sprachenstamm.
Italienisch ist die Nationalsprache in Italien und San Marino. Auch auf der zu Frankreich gehörenden Insel Korsika sowie im schweizerischen Kanton Tessin ist Italienisch die Primärsprache. Im Gegensatz zu anderen Kolonialsprachen haben sich in den ehemaligen italienischen Kolonien Libyen, Ethiopien und Eritrea aber nur noch Rudimente des Italienischen erhalten, die schon bald völlig verschwunden sein werden. Insgesamt wird Italienisch von etwa 66 Millionen Menschen als Primärsprache gesprochen. Es gibt jedoch durch Einwanderung eine beachtliche Minderheit in den USA, die Italienisch zumindest noch als Sekundärsprache verwendet.
Als Hochsprache koexistiert Italienisch mit verschiedenen Dialekten, aber in Südtirol und der Schweiz auch mit anderen Sprachen wie Deutsch und Französisch sowie Rätoromanisch und im Nordosten Venetiens Friulanisch oder Friaulisch, das als rätoromanischer Dialekt gilt. Besonders die linguistische Nähe zum Französischen hat dazu geführt, dass es fast einen kontinuierlichen Übergang zwischen beiden Sprachen gibt, der von einer Reihe von abgestuften galloitalischen Dialekten in Nordwestitalien und Südostfrankreich markiert wird. Dazu gehören auf italienischer Seite Piemontesisch, Lombardisch, Ligurisch und Emilianisch beziehungsweise Bolognesisch, die sich analog auf der französischen Seite fortsetzen. Diese Dialekte weisen in Wortschatz, Grammatik und Aussprache eine deutliche Verwandtschaft zum Französischen auf.
Im Nordosten Italiens, in Venetien, Dalmatien und Istrien, aber auch in Südtirol wird Venetisch gesprochen. In Mittelitalien gibt es die Centro-Sud-Dialekte Toskanisch, Nordsardisch, Römisch und Umbrisch. Im Süden finden sich Kampanisch, Sizilianisch und Kalabrisch. Süd- und Zentralsardisch unterscheiden sich hingegen so stark von der italienischen Hochsprache, dass sie allgemein als eigenständige Sprachenuntergruppe der romanischen Sprachen angesehen werden.
In den USA konkurriert Italienisch mit Englisch als dominanter Sprache, was gleichzeitig zu einer Assimilation der ehemaligen italienischen Primär- und Sekundärsprachler sowie einem Eintrag von italienischem Wortschatz ins amerikanische Englisch führt.
Italienisch hat sich direkt und kontinuierlich aus der lateinischen Volkssprache Roms entwickelt. Daher ist es die dem Lateinischem am nächsten stehende romanische Sprache. Jedoch führte die politische Zersplitterung Italiens dazu, dass es lange Zeit keine italienische Hochsprache gab, sondern die verschiedenen sich ausprägenden Dialekte um die Vorherrschaft und um den Anspruch kämpften, die wahre neue lateinische Volkssprache zu sein. Erst im 15. und 16. Jahrhundert wurde versucht, auf der Basis des Toskanischen des 14. Jahrhunderts eine standardisierte Grammatik, Phonetik und Lexik zu schaffen, wobei Kompromisse zwischen dem klassischen lateinischen Purismus der Gelehrten und des florentinischen Dialekts sowie der lebendigen toskanischen Volkssprache geschlossen wurden.
Die größten Veränderungen gab es seit dem im Wortschatz, der sich den sich verändernden Lebensbedingungen anpasste und durch Eintrag moderner Begriffe aus anderen Sprachen erweitert wurde.
Der größte Teil des Wortschatzes des Italienischen entstammt direkt dem Lateinischen und weist nur wenige geringfügige und einfache Lautverschiebungen auf.
Das Italienische verfügt über die aus dem Lateinischen überkommenen Laute. Dazu kommen aber noch einige weitere Laute, die durch Lautverschiebungen entstanden sind und teilweise auch in anderen romanischen Sprachen Entsprechungen besitzen.
Die Rechtschreibung des Italienischen ist fast vollkommen phonetisch. Allerdings werden einzelne Buchstaben, besonders "c" und "g", deutlich anders als im klassischen Latein ausgesprochen. Außerdem gibt es eine Reihe von Buchstabenkombinationen, die besondere Laute oder Lautfolgen charakterisieren.
Auch Italienisch ist von einer Vereinfachung des Flexionssystems betroffen, auch wenn dies nicht so weit geht, wie bei anderen romanischen Sprachen. Vor allem betrifft dies das Fallsystem der Substantive, demgegenüber das Flexionssystem der Verben noch weitgehend erhalten ist. Die galloitalischen Dialekte sind infolge ihrer Nähe zum Frabzösischen durch eine weitere Degeneration der Flexion gekennzeichnet.
Der Abbau der Flexion bedingt eine Systematisierung der Wortstellung, die dem Schema Subjekt-Prädikat-Objekt folgt. Adjektive werden Substantiven als erklärende Zusätze nachgestellt.
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Neben Italienisch an sich gibt es dabei noch eine Reihe von Ergänzungen, so den Dialekt Sizilianisch, sowie Slang, die Straßensprache, Italienisch kulinarisch und Italienisch für Opernfans.
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Letzte Änderung: 14. März 2006 - © Kunst des Denkens 2003-2006
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