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Zum Kennenlernen einer Sprache und für die Reise empfehlen wir die Sprechführer "Kauderwelsch - Wort für Wort".
Norwegisch
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Wörterbuch Norwegisch-Deutsch
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Norwegisch
Deutsch-Norwegisch Grammatik Material Norwegisch-Deutsch
1. Einordnung
 
Norwegisch gehört gemeinsam mit dem Isländischen zur westnordischen Sprachengattung, nordgermanische Sprachenuntergruppe, germanische Sprachengruppe, nordeuropäischer Sprachenzweig, indoeuropäische Sprachenfamilie, indouralischer Sprachenstamm.
2. Verbreitung
 
Norwegisch ist die Nationalsprache in Norwegen und wird von etwa 4,5 Millionen Primärsprachlern gesprochen.
3. Entwicklung
 
Während der Wikinger-Zeit von etwa 800 bis 1050 entwickelte sich aus den westlichen Dialekten der bis dahin relativ einheitlichen nordgermanischen Sprache das Altnordische, das durch die Wanderung der Wikinger über Norwegen und Island verbreitet wurde. Etwa zur gleichen Zeit wurde im Zuge der Christianisierung die bis dahin verwendete Runenschrift durch lateinische Buchstaben ersetzt. Von 1050 bis 1350 entwickelte sich aus dem Altnordischen die altnorwegische Schriftsprache, die sich deutlich vom geografisch isolierten Altisländischen entfernte. Der Abstand zum Dänischen und Schwedischen blieb jedoch gering und behinderte die gegenseitige Verständlichkeit nicht. Durch die Vereinigung von Norwegen mit Dänemark und Schweden in der Kalmarer Union ab 1380 wurde die weitere Verselbständigung des Norwegischen vorerst unterbunden. Ab 1397 wurde Dänisch zur Amtssprache erklärt und wurde 1536 auch zur offiziellen Schriftsprache in Norwegen. Bis zur Auflösung der Union mit Dänemark näherte sich die Sprache einiger norwegischer Gebiete dem Dänischen immer mehr an, während sie vor allem im Westen Norwegens, speziell bei den sozialen Unterschichten und in ländlichen Gegenden, viele ihrer Eigentümlichkeiten behielt.
Bis ins 19. Jahrhundert hatte sich Norwegisch zu einer dänisch-norwegischen Mischsprache mit im Wesentlichen dänischer Struktur und dänischem Wortschatz, der jedoch norwegisch ausgesprochen wurde, entwickelt. Im Rahmen der norwegischen Nationalbewegung wurde diese Sprache zur Schriftsprache weiterentwickelt und als Amtssprache Riksmål - Reichssprache - genannt. Vielen Nationalisten war diese Sprache aber nicht norwegisch genug. Deshalb entwickelte der Sprachwissenschaftler Ivar Aasen in der Mitte des 19. Jahrhunderts aus verschiedenen ländlichen Dialekten, die er als genügend rein ansah, eine neue künstliche Schriftsprache, die er Landsmål - Landsprache - nannte und die schnell von traditionalistischen Kräften übernommen wurde. So entstand die merkwürdige Situation, dass ein Volk gleichzeitig zwei Schriftsprachen hatte.
Um den Traditionalisten entgegenzukommen, wurde das Riksmål in der Schreibweise der norwegischen Aussprache angepasst. Trotzdem konnte das Landsmål nicht verdrängt werden. 1929 wurden beide Sprachen umbenannt. Das Riksmål heißt seitdem Bokmål - Buchsprache - und das Landsmål heiß nun Nynorsk - Neunorwegisch. Beide Schriftsprachen sind gleichberechtigte Amtssprachen und müssen beide an den Schulen gelehrt werden. Das Bokmål wird wesentlich häufiger verwendet, Nynorsk wird aber in Westnorwegen noch immer stark bevorzugt.
Der norwegische Sprachenstreit ist immer noch im Gange und führt zu weiteren Veränderungen. Die gegenseitige Verständlichkeit von Schwedisch, Dänisch und Norwegisch wird davon aber nicht berührt und ist heute immer noch gegeben, wobei in letzter Zeit auch wieder die Tendenz zur Angleichung der drei Sprachen stärker geworden ist.
4. Struktur
 
4.1. Lexik
 
Der Hauptteil des norwegischen Wortschatzes stammt aus dem Germanischen.
 
4.2. Phonetik
 
Das Norwegische ist, ähnlich dem Chinesischen, eine Melodiesprache, was für Sprecher anderer europäischer Sprachen durchaus gewöhnungsbedürftig ist. Dabei wirkt die Kombination von Betonung und Änderungen der Tonhöhe durchaus bedeutungsunterscheidend und ist nicht nur ein ästhetisches Merkmal des Norwegischen. Ansonsten enthält das Norwegische die gleichen Laute, wie andere germanische Sprachen, speziell das Deutsche, mit dem es das "ä" und das "ö" gemeinsam hat, die im Norwegischen allerdings "æ" und "ø" geschrieben werden. Hinzu kommt noch das "å", das auch in anderen nordischen Sprachen vorkommt.
 
4.3. Orthografie
 
Durch die Reformen des Bokmål wurde die Schreibung wesentlich der Aussprache angepasst. Allerdings bestehen, speziell wegen des immer noch fehlenden Aussprachestandards, immer noch gewisse Unterschiede zwischen Schreibung und Aussprache. Damit steht das Norwegische bei der Orthografie zwischen phonetischer und ethymologischer Schreibung.
 
4.4. Grammatik
 
Norwegisch hat, wie einige andere germanische Sprachen, die meisten der ursprünglichen germanischen Flexionsendungen verloren. Substantive haben nur noch eine einfache Pluralbildung und Verben besitzen keine Konjugation mehr. Allerdings werden die unterschiedlichen Zeitformen der Verben immer noch durch Flexionsendungen gebildet, wobei es aber nur wenige Ausnahmen von den sehr einfachen Regeln gibt. Dementsprechend hat sich die Satzstellung verfestigt und ist meist Subjekt - Prädikat - Objekt. Dabei gibt es zahlreiche Präpositionalkonstruktionen. Insgesamt ist die Grammatik des Norwegischen, von Feinheiten und Ausnahmen abgesehen, außerordentlich einfach. Weiterhin ist sie der dänischen und schwedischen Grammatik sehr ähnlich, während zum Isländischen, das noch viele alte Formen und Flexionen erhalten hat, erhebliche Unterschiede bestehen.

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